Am Samstag, den 16.07.11, sind wir in einer Gruppe von 5 Koblenzer Antifaschisten morgens gegen 7 Uhr gen Gießen aufgebrochen, um unsere GenossInnen vor Ort im Kampf gegen eine erstarkende NPD und freie Nazikameradschaften zu unterstützen.
Schon im Koblenzer Hauptbahnhof wurden wir von der örtlichen Polizei gefilzt.
Im Zug angekommen schlossen wir uns einer Gruppe Punks aus Köln an, die ebenfalls zur Anti-Nazi-Demo nach Gießen wollte.
In Gießen angekommen begrüßte uns gleich ein riesiges Polizeiaufgebot. Nach einigem Hin- und Her erreichten wir dann auch glücklich den Ausgang des Hauptbahnhofs Gießen und machten uns nun unverzüglich auf zum nächsten Veranstaltungsort, der allerdings auf der anderen Seite der Lahn, also der Weststadt, lag.
Trotz Genehmigung der Veranstaltung und eigtl. freiem Weg dahin hielt uns die Polizei sofort auf. Der Weg in die Weststadt, der nur über Brücken erfolgen kann, war total versperrt.
Als wir uns nun umwanden und wieder zum HBF zurücklaufen wollten mussten wir feststellen, dass aufgrund der Anreise der Nazis dieser auch mit mehreren Polizeihundertschaften abgeriegelt war.
Inzwischen hatten sich uns noch mehrere andere Personen aller Coleur angeschlossen, u.a. Jusos, die DKP, die Piraten usw. Auch die Front deutscher Äpfel war vertreten.
Letztendlich hatten wir unser Vorhaben, auf die andere Seite zur Gegenveranstaltung zu gelangen, aufgegeben und somit folgten wir dem Rat des Tickers und der örtlichen Antifa-Gruppen und postierten uns am Neustädter Tor weil dort der Naziaufmarsch entlangmarschieren sollte.
Leider mussten wir auch hier feststellen, dass bei unserer Ankunft schon alles abgeriegelt war und eine Blockade der Naziroute unmöglich gemacht wurde.
Also blieb uns nichts Anderes übrig als zu warten.
Mittlerweile standen ca. 200 - 300 Neonazis ca. 1.700 Linken gegenüber. Diese wiederum sahen sich ca. 3.000 Polizisten gegenüber.
Nach ca. 1h kamen dann auch die Rechten mir enormem Polzeischutz daher und wollten in unserer Nähe eine Kundgebung halten. Durch lautstarke Rufe wurde diese glücklicherweise übertönt.
Ungefähr eine halbe Stunde später zogen die Nazis dann wieder in Richtung Bahnhof ab.
Das war unsere Chance.
Nun versuchten ca. 200 - 300 Gegendemonstranten den Nazis wenigstens die Heimreise zu vermiesen und den Zugang zum HBF zu blockieren.
Leider wurde dies widerum von der Polizei verhindert. Nach noch einmal ca. einer halben Stunde Warterei im Kessel war der Spuk dann endgültig vorbei.
So ließen uns die Polizisten unbeschadet wieder nach Hause.
Alles in allem konnten wir den Nazis zumindest, wenn auch nur kurz, zeigen, dass sie in Gießen und anderswo natürlich auch, unerwünscht sind.
Hoffentlich verbietet die Stadt den Aufmarsch nächstes Jahr, sonst heißt es wieder: NO PASARAN - Sie werden nicht durchkommen!!!
Eure Linksjugend Koblenz
Weitere Links: http://giessenbleibtnazifrei.blogsport.de/
Videos des Naziaufmarschs (Merkt euch die Gesichter;)): Nr.1, Nr.2
Hier noch ein paar Bilder: Bilder





