Wer mal wieder am Rhein in Koblenz, Richtung Deutsches Eck spazieren gegangen ist, begegnet einem Koloss, der einem Spaceshuttle ähnelt. Was die Bürger von Koblenz dort zu Gesicht bekommen, ist jedoch keine Science-Fiction-Ausstellung, sondern die Talstation der neuen Seilbahn. Erst jetzt und allmählich dürfte den Koblenzern klar werden, was es bedeutet, eine Seilbahn so nah am Rheinufer zu haben. Dieses „Ding“ wird nun das Koblenzer Stadtbild für die nächsten Jahre prägen, bis es nach dem Ende der BuGa wieder abgebaut wird.
Apropos abgebaut - war da nicht noch was? Genau, die Frage, ob die Seilbahn vielleicht nicht dauerhaft genutzt werden könnte. Dies ist zu verneinen. Die Seilbahn liegt nämlich im Falle von Hochwasser genau im Abflussgebiet des Rheins, ja sie haben richtig gelesen! Normalerweise hätte an dieser Stelle gar keine Baugenehmigung erteilt werden dürfen. Die Genehmigung wurde nur unter der Bedingung erteilt, die Seilbahn nach dem Ende der BuGa wieder zurückzubauen. Gesunder Menschenverstand sieht anders aus!
Zum einen gratulieren wir der Baufirma, die wirklich lukrative Geschäfte in sehr kurzer Zeit abgeschlossen hat! Zum anderen hoffen wir, dass in den nächsten zwei Jahren kein Hochwasser aufkommen wird, da die finanziellen und materiellen Kosten für die Stadt Koblenz dann gar nicht abzuschätzen wären!

