Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde das Leck in der geflickten Ölpipeline nun endgültig mit Zement verschlossen.
Dennoch fragt man sich, ob BP und andere große Ölkonzerne, aber auch hochrangige Politiker aus einer der größten Ölkatastrophen der Welt und der größten Ölkatastrophe der USA nichts gelernt haben, denn nun wurde bekannt, dass der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kürzlich verkündete, dass das Desaster im Golf sein Land nicht daran hindern werde, vor der Küste ein Ölfeld in 5000 Metern Tiefe anzuzapfen. Dieses Ölfeld liegt 3500 Meter tiefer als das beschädigte Bohrloch vor der US-Küste."Wir haben Technologie und, so Gott will, werden wir es nicht erlauben, dass so etwas hier geschieht", meinte Lula. Nun kündigte auch BP kürzlich an, im Mittelmeer vor der libyschen Küste bohren zu wollen - in 1750 Metern Tiefe.
Angesichts der Tatsache, dass die Konzerne und selbst Wissenschaftler schon bei einem Leck in 1500 Metern Tiefe total überfordert sind, scheint dieses Vorgehen geradezu grob fahrlässig zu sein.
Wenn die Konzerne und Staaten endlich dazu bereit wären, auf allen Ölbohrplattformen für ein Maximum an Sicherheit zu sorgen (sich also nicht daran kaputtsparen würden) und es der Wissenschaft gelänge, 100% sichere Verfahren für das Verschließen eines eventuell auftretendes Lecks zu entwickeln, erst dann wäre es vertretbar, solch tiefe Ölfelder anzuzapfen.

